Neue Arbeitsstättenverordnung

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>>> am 02.11.16 wurde vom Bundeskabinett die neue Arbeitsstättenverordnung beschlossen. Einige wesentliche Änderungen betreffen die Beleuchtung. Wieder eingeführt wurde die Anforderung einer Sichtverbindung nach außen. Die Anforderung gilt für Arbeitsräume, Pausen- und Bereitschaftsräume sowie Unterkünfte. Auch Kantinen sollen möglichst ausreichend Tageslicht erhalten und eine Sichtverbindung nach außen haben. Ausnahmen bestehen, wenn technische Gründe entgegenstehen, sich Beschäftigte nur kurzzeitig in den Räumen aufhalten, sich die Räume unter der Erdgleiche oder in bestimmten Gebäudetypen (z.B. Bahnhöfen oder Passagen) befinden oder eine Größe von mehr als 2000 m² haben und Tageslicht erhalten.

Ebenfalls neu ist die Anforderung, dass die Stärke des Tageslichteinfalls am Arbeitsplatz reguliert werden können muss.

Normentwurf prEN 17037 „Tageslicht in Gebäuden“

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>>> Der Normentwurf prEN 17037 „Tageslicht in Gebäuden“ wurde vorgelegt und wird gegenwärtig diskutiert. Wenn die in dem folgenden Abschnitt verwendeten Vokabeln wenig geeignet erscheinen, den Sachverhalt treffend zu beschreiben, so mag dieses daran liegen, dass die verwendeten Vokabeln dem Text der prEN 17037 entnommen wurden.

In dem Abschnitt 5.1 „Mindestwert der Tageslichtversorgung“ ist ein Kriterium für „minimale Tageslichtversorgen“ angegeben, dieses bezieht sich auf Schwellwerte der Beleuchtungsstärke, die auf einem Anteil der relevanten Raumfläche während mindestens 50 % der Tageslichtstunden erreicht werden müssen. Bei Fenstern muss ein „Zielbeleuchtungsstärkeniveau“ auf einem Anteil der relevanten Raumfläche überschritten werden, während ein „minimales Zielbeleuchtungsstärkeniveau“ auf der gesamten Raumfläche überschritten werden muss. Bei Dachoberlichtern muss ein „Zielbeleuchtungsstärkegrad“ bei der gesamten relevanten Raumfläche überschritten werden. In dem informativen Anhang A des Normentwurfes werden Nachweisverfahren beschrieben und Werte zu diesen Verfahren angegeben. Der Anteil der relevanten Raumfläche, bei dem ein Zielbeleuchtungsstärkeniveau erreicht werden muss, wird für Fenster mit 50 % angegeben. Die Norm enthält eine Mindestempfehlung mit einem Zielbeleuchtungsstärkeniveau von 300 lx und einem minimalen Zielbeleuchtungsstärkeniveau von 100 lx. Für „mittlere Tagesbeleuchtung“ betragen diese Werte 500 lx bzw. 300 lx und für „hohe Tagesbeleuchtung“ 750 lx bzw. 500 lx.

In Abschnitt 5.2 beschreibt der Normentwurf „Kriterien für minimale Aussicht“. Auf einem Anteil der Nutzebene soll mindestens die „Landschaftsebene“ gesehen werden können. Aus dem Blickfeld der Benutzer soll ein Mindestwert des horizontalen Blickwinkels überschritten werden, der Abstand zu Elementen im Außenraum soll einen Mindestwert überschreiten und die Sichtfenster sollten Mindestabmessungen haben. Für große Industriegebäude wird keine Aussicht auf die Landschaft gefordert.

Abschnitt 5.3 behandelt die minimale Besonnung. Das Kriterium sieht vor, dass an einem Referenztag im Jahr Sonnenlicht für eine Dauer aufgenommen wird, die länger ist als die Mindestdauer. Genaueres beschreibt der informative Anhang D.

Abschnitt 5.3 „Minimaler Schutz gegen Blendung“ sieht zur Beurteilung von Blendung eine jährliche Untersuchung des Aufkommens und die Bestimmung der Daylight Glare Probability vor.

Auswirkung der thermischen Sanierung der Gebäudehülle auf die Innenraumbeleuchtung mit Tageslicht

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>>> Bei der Licht 2016 stellte daylighting.de am Dienstag, 27. September in Karlsruhe den Beitrag Auswirkung der thermischen Sanierung der Gebäudehülle auf die Innenraumbeleuchtung mit Tageslicht (Impact of the thermal renovation of façades on daylight levels in buildings) vor. In 14 Gebäuden wurden 18 Räume untersucht. Das Tageslichtniveau wurde durch die Fassadensanierung z.T. erheblich gemindert. Die Anforderungen an die Tageslichtbeleuchtung wurden nach der Sanierung z.T. nicht mehr erfüllt. Als ein Haupteinflussfaktor erwies sich der im Verhältnis zum Bestand geringere Lichttransmissionsgrad der neu eingebauten Verglasungen.

Beleuchtungssanierung in Krankenhäusern

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>>> Die innerhalb des Verbundvorhabens Krankenhaus plus von daylighting.de bearbeitete Querschnittsanalyse zur Beleuchtung in Krankenhäusern wurde bei der Licht 2016 am 28. September in Karlsruhe der Öffentlichkeit vorgestellt. Die Studie zeigt, dass durch die Nachrüstung von Kontrollsystemen bei Bestandsanlagen in Krankenhäusern ein erhebliches Potenzial der Energieeffizienz erschließbar ist. LED-Retrofits konnten zwar bei der Lichtausbeute überzeugen, waren aufgrund des geringeren Lichtstroms und der veränderten Lichtverteilung in vielen Fällen jedoch nicht in der Lage, die lichttechnischen Anforderungen zu erfüllen. Der Einbau einer komplett neuen LED-Beleuchtungsanlage erwies hinsichtlich der Energieeffizienz und der Erfüllung lichttechnischer Anforderungen als bevorzugte Lösung, war aufgrund hoher Investitionskosten bei langen Amortisationszeiten aus wirtschaftlicher Sicht jedoch fragwürdig.